Ski-Anfaenger-Blog

Was Skianfänger wissen müssen!

Leseprobe zum Buch von Ines Sebesta „Lust auf Schnee-Skigeschichte(n) zum Schmunzeln und Stauen

Bild3: Buch "Lust auf Schnee" © Ski-Anfaenger-Blog.de

Bild3: Buch „Lust auf Schnee“ © Ski-Anfaenger-Blog.de

In den letzten zwei Wochen, in den ich mich intensiv mit meiner Masterarbeit beschäftigte, erhielt ich mehrere Anfragen, ob ich hier ein paar Ausschnitte aus diesem Buch veröffentlichen könnte. Das ging natürlich nicht ohne Erlaubnis.

Heute kann ich es Dir ermöglichen, einen Blick in die Skigeschichten zu werfen und veröffentliche ein paar Ausschnitte aus dem Buch, die mir mit freundlicher Genehmigung des Wieser Verlags und der Autorin  dieses tollen Buches Ines Sebesta zur Verfügung gestellt wurden.

Es würde mich freuen, wenn Du nach dem Lesen deine Meinung zu diesen Auschnitten sagst. Einfach in das Kommentarfeld reinschreiben aber zuerst kommt die versprochene Leseprobe…

Kapitel 14 – Von fliegenden Knüppeln, gefräßigen Sesseln und anderen Liftkreationen“ (Ein Aufklärungsversuch mit Fallbeispielen aus der Praxis)


Gegen Ende der Sesselliftfahrt erfolgt der Ausstieg, meist weisen Fangnetze für die Übereifrigen darauf hin. Der Ausstieg wird üblicherweise durch das Hochschieben des Sicherheitsbügels eingeleitet. Beim anschließenden Sortieren der Ski hat es sich als praktisch erwiesen, die Farbe der eigenen zu kennen. Während des Landeanflugs sind die Spitzen unter Kontrolle zu bringen, zeigt eine zum Nachbarn oder nach unten geht es definitiv schief. Sobald man Schnee unter den Ski spürt, sollte man sich erheben, wenn möglich ohne sich an Kragen, Mützen oder Stöcken der Nachbarn festzukrallen. Bei der Fahrt über den kurzen Abhang mit der rechtwinkligen Kurve ist es günstig, seine Sesselnachbarn im Auge zu haben, denn es wäre schlecht, würde sich deren Richtung mit der eigenen kreuzen.

Ein wetterbedingtes Absteige-Erlebnis wurde uns vom Liftpersonal vom Schattberg in Hinterglemm berichtet:

Zwei Mädchen, ihren langen Zipfelmützen nach Schwestern, kicherten und alberten die ganze Liftfahrt, dass es nur so durch den Wald schallte. Beim Abstieg vom Lift verstummte ihr Lachen jedoch jäh, denn sie mussten mit schreckgeweiteten Augen zusehen, wie ihre Mützen von dannen zogen. Es dauerte eine halbe Stunde, bis die festgefrorenen Mützen wieder vorbei kamen und das Liftpersonal sie loseisen konnte.  
Die Kombination von dickem Rucksack und Sessellift ist besonders dann unvorteilhaft, wenn man vergisst, ihn au den Bauch zu schnallen (den Rucksack).

B) Schlepplift
Schlepplifte sind Vorrichtungen, die den auf seinem Schneesportgerät stehenden Schneesportler einzeln (Tellerlift) oder zu zweit (Bügel- oder Ankerlift) bergan ziehen. Bevor das Snowboard Einzug hielt, war das Schleppliftfahren ein übersichtliches Unterfangen, man lenkte seine Skispitzen in die unter dem Lift laufenden Rillen und fuhr wie auf Schienen bis zum Ausstieg. Die Lifttrasse von heute ist dagegen eine gewalzte eisglatte Piste, die, sobald sie etwas seitlich geneigt ist, nicht nur Anfängern und Snowboardern den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Jeder hat schon abgefallene Schneesportler gesehen, die hastig versuchen, aus dieser verdammten Spur zu flüchten, jeder kennt die entmutigten Gesichter derer, die nach dem fünften gescheiterten Schleppliftversuch nur noch ein Gedanke aufrecht hält – zum Glück kennt mich hier keiner.

Seine ersten Eindrücke vom Tellerlift beschreibt Steve aus S. folgendermaßen:

Ich hatte verstanden, dass ich auf Grün warten muss und dass der Teller zwischen die Beine gehört. Bis dahin klappte alles, es wurde Grün, ich klemmte mir den Teller zwischen die Beine, doch dann sackte ich plötzlich nach hinten weg. Ich habe überhaupt nicht begriffen, warum ich auf meine Hacken knalle und die anderen nicht. Sie haben mich zwei Mal aus der Spur gezogen, damit erst mal die anderen fahren können. Der Mann am Lift fuchtelte herum und sagte mehrmals: „Nix sitzen“. Dann zeigte er auf seine Knie: „Du stehen mit Beine steif“. Okay, dachte ich und ließ die Beine steif. Es ging auch gut, ich fuhr los, ohne nach hinten zu sacken, doch dann kamen diese Bodenwellen und da ich die Beine steif hatte, haute es mich beim zweiten Buckel um. Nach dem vierten Abfaller hab ich die Ski abgeschnallt und bin zu Fuß hoch gelaufen.

Ein weiterer beliebter Fehler ist, die Stöcke am Handgelenk baumeln zu lassen, das provoziert förmlich, sie sich beim Unterschieben des Tellers in den Bauch zu rammen. Nein, niemand behauptet, Schleppliftfahren sei leicht. Hier noch einmal die Tellerlift-Tipps in geordneter Reihenfolge: Grün > Startposition unter dem Lift einnehmen (hangaufwärts zeigende Spitzen sind günstig) > Tellerstange greifen > ein Bein heben und Teller unter Po ziehen (alles mit einer Hand, die andere hält ja die Stöcke) > mit leicht gebeugten Knien warten dass es ruckt > wenn es ruckt Ruck geschmeidig abfangen und STEHEND von dannen gleiten. …

Kapitel 32 – Sesselliftmorgen

Endlich zeitig genug aufgestanden
Um den Sessellift einzuweihen.

Rauh bereift schwebt er heran.
Die Begrüßung ist
Leise rumpelnd.

Vibrierendes Summen.
Schwebendes Vibrieren.
Summendes Schweben.
Mühelos.

Ein roter Handschuh gleitet heran.
Warmes Leuchten in
Gefrorenem Weiß.

Das enthauptete Bäumchen wundert sich auch heute.
Wieso fuhr man nicht herum.

Der rechte Ski schwingt sich frei.
Dehnender Genuss
Für knieumspannendes Muskelwerk.

Dieser Rohrskistock
Wird einem hippen Telemarker fehlen.

Die Zirbelkiefern rücken voneinander ab,
Das Reich der Felsen duckt sich noch
In den Morgennebel.

Schon gleitet der letzte Pfeiler heran.
Livecamwinken
Ja, Oma, es hat genug Schnee.

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